Schneeaffen

Wenn Schneeaffen baden gehen

Fotostrecke: Wenn Schneeaffen baden gehen Fast jeden Tag des Winters erklären die in Japan lebenden Schneeaffen zum Badetag. Genüsslich verbringen die Tiere Stunden damit, sich in heißen Quellen aufzuwärmen. Einige Affen haben dabei sogar das Tauchen gelernt. Schneeaffen lieben die heißen Quellen: Die "natürlichen Whirlpools" im Jigokudani Yaen-Koen Nationalpark werden regelmäßig von drei verschiedenen Gruppen aufgesucht. Viele Schneeaffen lieben die heißen Quellen: Die "natürlichen Whirlpools" im Jigokudani Yaen-Koen Nationalpark werden regelmäßig von drei verschiedenen Gruppen aufgesucht. Rangordnung unter Affen: Während das ältere Weibchen ein Bad genießt, ist das Jungtier mit der sozialen Fellpflege beschäftig. Oft sieht man badende Makaken in einer Art Schlafzustand verharren. Dabei lassen die Tiere die Arme über den Poolrand hängen. Selbst Parkranger, Fotografen und Touristen bringen sie dann nicht aus der Ruhe. Jede Gruppe wird von einem so genannten Alphamännchen angeführt. Es genießt den größten Respekt unter allen Gruppenmitgliedern und sorgt für den Zusammenhalt untereinander. Ein neugieriges Jungtier hat sich von der Gruppe entfernt und erkundet die Umgebung. Möglicherweise sucht es nach Leckerbissen wie Blättern oder Baumrinde, denn Makaken ernähren sich größtenteils vegetarisch. Da Schneeaffen sehr friedfertige Tiere sind, wird der Nachwuchs nicht nur von den eigenen Eltern, sondern von der ganzen Gruppe umsorgt. Bestimmt kennen viele von euch die kreisrunden, mit warmem Wasser gefüllten Whirlpools, die es in den meisten Schwimmbädern gibt. So ähnliche "Whirlpools" findet man auch in der Natur: In Japan gibt es heiße Quellen vulkanischen Ursprungs, die "Onsen" genannt werden. Allerdings genießen hier nicht nur Menschen die angenehme Wassertemperatur. Schneeaffen, die auch Rotgesichtsmakaken genannt werden, verbringen einen Großteil der kalten Wintertage in den Quellen. Die Fotoshow zeigt euch, wie diese Affen im Jigokudani Yaen-Koen Nationalpark leben. Keine andere Affenart lebt in kälteren Regionen. In ganz Japan (mit Ausnahme der Inseln Hokkaido und Ryukyu) sind die Rotgesichtsmakaken verbreitet. In der Nähe der Stadt Nagano hat eine Gruppe von rund 200 Tieren eine Möglichkeit gefunden, den langen Winter erträglich zu machen: Von Dezember bis April halten sie sich während des Tages stundenlang im 35°C bis 40°C heißen Wasser auf. Hier entspannen sie, beschäftigen sich mit der sozialen Fellpflege oder tauchen, um Nüsse oder andere Leckerbissen heraufzuholen.